als ich jünger war jedenfalls malte ich mir den idealen geliebten immer aus als staatsfeind nummer eins: riskant, rebellisch, aufrichtig und mit anliegen.
„und was wirst du kriegen?“ fragte mein vater. „einen staatsdiener.“
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begehrt hat er mich, als hätte er die begierde schon hinter sich. furchtbar. er hätte sich auch mein foto ins bett legen können. sich selbst nannte er „altersweise“, und wenn er gekommen war, sagte er immer: „danke, dass es dich gibt!“ der
sex mit ihm fühlte sich an wie körperlose pornographie, wie begleitetes masturbieren. und die liebe, die er meinte, findet sich wohl sonst nur noch in der redewendung „liebevoll zubereitet“.
aber damals verstand ich weder vom sex noch von der liebe besonders viel und dachte, das alles müsse so sein.

das erste schwanzbild das ich bezahlt habe. gerne,
ich will. ich will. ich will
„Die junge Frau fühlt sich ungewollt. Auch sie schmeißt ihr legendär destruktives Kopfkino an, sie fragt sich, wie die Songzeile über die »geteilte Einsamkeit« auf der Musikkassette zu interpretieren sei. Der junge Mann spricht nur nachts, betrunken, direkt zu ihr. Er sei verletzt worden in der Vergangenheit, er wolle seinerseits nicht verletzen, erklärt er mit ernstem Blick. Und schafft es danach schließlich doch noch, die junge Frau kurz zu küssen, nur um sich danach sofort für seine plumpe Hemmungslosigkeit zu entschuldigen. Die nächsten Treffen werden verkrampft. Spiegeln gleich stehen sich die Geschlechter gegenüber und hyperreflektieren ihre Beziehung zu Tode, bevor sie überhaupt angefangen hat. Die Körper haben keine Chance gegen ihre Köpfe, die junge Frau geht. Du machst alles richtig, murmelt sie traurig, sie meint den liebenswerten Gefährten. Du machst alles falsch, denkt sie und meint den gehemmten Liebhaber. »Vielleicht bin ich beziehungsunfähig?«, fragt der junge Mann entschuldigend.“
der mensch sehnt sich danach geliebt zu werden.
aber er hat es nicht mehr nötig.

frühling. oder so
mittendrin im konjunktiv, er weiß es nur noch nicht.

Der Bildausschnitt ist am Anfang noch verdichtet, der Raum kaum definiert. Die Kamera konzentriert sich ganz auf die Sprecherin. Diese sieht anfangs kaum in die Kamera, kommt in ihre Rede nur mühsam hinein. Mit wachsender Sicherheit weicht sie dem Blick der Kamera immer weniger aus.
Sie starrt in die Kamera beinahe wie eine Suchtkranke, verlangend, blickt wieder zum Fenster, sitzt einen Augenblick lang unbewegt im Profil. Sie beobachtet den Himmel Berlins, zoomt unbeholfen hinter ein paar Vögeln hinterher.
Der Berliner Himmel, begrenzt durch das Balkongeländer der eben gesehen Altbauwohnung – Die Kamera langsam – fast schwebend – auf die geöffnete Balkontür zu – – die Schwalben fegen dicht vor der überstrahlten Öffnung vorbei -
Im Off die ersten Klänge unserer Filmmusik, romantisch – gross – spannungsgeladen.
Nach ungefähr dreissig Sekunden blendet das Bild aus.
do u believe in hate? hate will love u anyway…
dann war da diese s-bahn-katze und das froilein fing an stundenlang auf den tierheimseiten herumzusuchen.
unmöglich. zu viel verantwortung. zu viel zeit. geben wir lieber wieder www.finya.de ein…
jetzt ist der erste tag 2012 auch schon bald vorbei. es regnet, es regnet und es regnet und mehr war nicht los.
Referer der letzten 24 Stunden:
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